Poysdorf, die Weinstadt Österreichs
Open-Air Galerie Ohmeyer - Poysdorf, Maria-Ohmeyer Weg

Werke der Künstlerin Maria Ohmeyer > Ölmalerei
 

In den Blumenbildern zeigt sich die andere, hintergründigere Seite der fröhlichen, stets humorvollen, resoluten Maria Ohmeyer. Manchmal zögernd, zuweilen bestürzend, bricht das Vergängliche des Mensch- und Künstlerseins durch, die Verletzlichkeit eines sensiblen Gemütes wird spürbar, die Wehmut bis hin zur Trostlosigkeit.

Trauer und Schmerz lasten auch über der "Pieta" (1960) und der "Tauben fütternden Alten".

"Verstehen Sie jetzt, was ich gelitten habe, als ich das Gesicht der Maria malte? Ich hätte es nie so malen können,
ohne den Verlust meines eigenen Sohnes. Ich habe aber ein Jahr an dem Bild gearbeitet."

In diesem Öbild zeigt sich Maria Ohmeyer sehr stark vom Expressionismus beeinflußt: Angst und Zuflucht vor dem einsetzenden Gewitter, starke Bewegung im Baum und am Himmel überträgt sich auf die Personen. Die Hütte - in warmen Farbtönen - bietet Schutz. Beim Anblick des Kindes erahnt man den Donner.

 

Maria Ohmeyer, "Gewitter"
68x75 cm, um 1965, Öl